Rückschau 2011

 

2011 in Nürnberg: Nationaler Kongress für Deutschland

Auf dem Kongress für christliche Führungskräfte von Donnerstag bis Samstag, 24. bis  26. Februar 2011 zeigten hochkarätige Referenten aus Deutschland und aller Welt, wie christlicher Glaube den Arbeitsalltag verändern kann. In Referaten, Seminarangeboten, in Networking-Angeboten und der Fachausstellung ging es darum, neue Perspektiven, Inspiration und Kontakte zu gewinnen. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken berichtete an dieser Stelle rund um die Aktivitäten, die am Gemeinschaftsstand für Akteure aus der Metropolregion Nürnberg stattfinden.

  • 26.2.2011 – 14 Uhr: Der Kongress schließt mit der Nürnberger Erklärung
  • 24.2.2011 – 17:45 Uhr: Das metropolitane Networking für die Tage bis Samstag am Gemeinschaftsstand beginnt… Einsichten finden Sie auf den Seiten der Wand der Ideen.
  • 24.2.2011 – 17:20 Uhr: Werte-Positionen von Impulsgebern aus Politik und Wirtschaft bieten eine hervorragende  Diskussionsgrundlage am Stand – unter anderem von Dirk von Vopelius (IHK-Präsident Mittelfranken, Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schuster & Walther IT-Gruppe AG), Prof. Dr. Elmar Forster (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Mittelfranken), Manfred Geyer (Genossenschaftsverband Bayern: Bezirkspräsident Mittelfranken, Vorstandsvorsitzender RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Ansbach), Prof. Dr.h.c. Hermann Schoenauer (Rektor Diakonie Neuendettelsau), Dr. Thomas Jung (Oberbürgermeister der Stadt Fürth, SPD Fürth, MdL a.D.) und Sebastian Brehm (selbständiger Steuerberater, Vorsitzender CSU-Stadtratsfraktion Nürnberg).

  • 24.2.2011 – 17:15 Uhr: Dr. Thomas Jung (Oberbürgermeister der Stadt Fürth, SPD Fürth, MdL a.D.) schaltet die Website Zukunft-braucht-Werte.de erstmals frei.
  • 24.2.2011 – 17 Uhr: Die Uraufführung des „Zukunft braucht Werte-Songs“ live mit Jo Jasper als kulturelles Schlaglicht.
  • 24.2.2011 – 14 Uhr: Die ersten Impulse füllen die Wand der Ideen……
  • 24.2.2011 – 13 Uhr: Der Gemeinschaftsstand Zukunft braucht Werte öffnet seine Pforten für die Besucher des Kongresses. Das erste Giveaway – eine Audio-CD  mit dem „Zukunft braucht Werte“-Song  – wird dem Eröffner der Fachausstellung, dem Ratsvorsitzenden der Europäischen Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly übergeben.
  • 24.2.2011 – 10 Uhr: Die ersten Gäste überzeugen sich von den Stärken der Metropolregion Nürnberg an einer interaktiven Präsentationswand auf dem Kongress.

  • 23.2.2011 11:30 Uhr: Pressekonferenz im Raum Ludwig Erhard der IHK Nürnberg für Mittelfranken:

Nürnberg, 23. Februar – Einen Tag vor Beginn des 7. Kongresses christlicher Führungskräfte hat sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg, Dirk von Vopelius, für eine Rückbesinnung auf das Leitbild des ehrbaren Kaufmannes in der Wirtschaft ausgesprochen. Zu der Konferenz vom 24.-26. Februar unter dem Thema „Mit Werten in Führung gehen“ werden 3.500 Teilnehmer erwartet. Wie von Vopelius am 23. Februar vor Pressevertretern sagte, dürfe der Ehrliche nicht der Dumme sein. Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe nicht nur erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet, sondern vor allem das Vertrauen der Menschen in die Wirtschaft und deren Akteure erschüttert. Das müsse jetzt erst wieder erlangt werden. Ein ehrbarer Kaufmann zeichnet nach seinen Worten durch nachhaltiges Denken und Handeln, Streben nach echter Wertschöpfung und einem ehrlichen Interesse für die Bedürfnisse aller aus, die mit dem Unternehmen zu tun haben. Von Vopelius zeigte sich überzeugt davon, dass sich ehrliches Wirtschaften auszahle, „die Lebensbilanz eines Unternehmers aber nicht in Euro erstellt wird“.

Der Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, Heinrich Mosler (Nürnberg), plädierte für eine neue Definition des Begriffes „Unternehmer“: „Ein Unternehmer ist aus meinem Selbstverständnis heraus nur derjenige, der für seine Entscheidungen auch haftet und zwar persönlich.“ Eine stärkere persönliche Haftung würde so manche Entscheidung infrage stellen, so Mosler. Im Handwerk hingegen würden soziale Marktwirtschaft und soziale Verantwortung noch gelebt. Das habe sich auch im Krisenjahr 2009 gezeigt, als die Beschäftigtenzahlen und die Ausbildungsquote stabil blieben. Er nehme am Kongress teil, um deutlich zu machen, „dass Ethik und Moral auf der einen und wirtschaftliches Handeln auf der anderen Seite keine Gegensätze sind“.

Nach Worten des Vorsitzenden des Kongresses christlicher Führungskräfte, Horst Marquardt (Wetzlar), zeige die Tatsache, dass der Kongress bereits zum 7. Mal stattfinde, dass die Sehnsucht nach Werten nach wie vor „brandaktuell“ sei. „Unsere Zeit und Gesellschaft braucht mehr Menschen mit Rückgrat und dem Mut, auch gegen den Strom zu schwimmen. Wer sich von Gott an einen bestimmten Platz gestellt weiß, hat Durchstehvermögen und ist nicht so schnell zu erschüttern“, so Marquardt. Wer sich in all seinem Handeln vor Gott verantwortlich wisse, lebe auch Menschen gegenüber verantwortungsbewusster. Verantwortet wird der Kongress christlicher Führungskräfte von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Zusammenarbeit mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm).

Das Statement von Dirk von Vopelius, IHK Präsident, in Langfassung:

„Zukunft braucht Werte“ – dieses Postulat entstand nicht zufällig. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise ist neben dem volkswirtschaftlichen Schaden vor allem eines beschädigt worden: das Vertrauen in die Wirtschaft und deren Akteure. Für uns als IHK Nürnberg war es Grund genug, das „angestaubte“ Leitbild eines ehrbaren Kaufmanns wieder neu zu beleuchten und ins Bewusstsein zu rücken.

Was zeichnet „ehrbare Kaufleute“ aus? Nachhaltiges Denken und Handeln, das Streben nach echter Wertschöpfung und ein ehrliches Interesse für die Bedürfnisse aller, die mit dem Unternehmen zu tun haben. Dazu ein integeres Verhalten in diversen Lebenslagen – man predigt seine Werte nicht nur, man lebt sie auch. Das Spannungsfeld zwischen Moral und Überleben im Wettbewerb stellt uns hier täglich vor erhebliche Herausforderungen.

Wo aber ist nun das christliche Element? Wo immer man seine spirituelle Heimat findet, entscheidend ist die Glaubensfestigkeit, dass am Ende der Ehrliche eben nicht der Dumme ist. Dies erfordert einen erweiterten betriebswirtschaftlichen Blick und die Erkenntnis, dass die Bilanz eines Unternehmerlebens eben nicht in Euro erstellt wird. Es ist eine andere Währung.

Statements von Besuchern des Gemeinschaftsstands Zukunft braucht Werte:

Braucht Zukunft Werte? Welche davon sind Ihnen wichtig?

Welche Erfahrungen nehmen Sie vom Kongress mit? – Teil 1

Welche Erfahrungen nehmen Sie vom Kongress mit? – Teil 2